Nachdem wir uns tapfer gehalten haben, sind Emil und ich eine Seuchenstation und haben heute den Lieblingsmann nach Hause beordert. Die Nächte sind verhustet und ich habe folgende Theorie aufgestellt: Emil schläft nur ruhig, wenn er mir die unbequemste Liegeposition aufzwingen kann. Ich Bauchschläfer werde zum Rückenschläfer und er liegt genau auf meinem Schultergelenk. Aber in diesem Winkel hustet er nicht. Damit werde ich also zum Rückenlieger. Perfiderweise könnte das Kind seinem Vater keine unbequeme Position aufzwingen, da der Lieblingsmann einfach schläft und sich mit allem arrangieren kann. Aber nur Mamas heilen.
Die Häkeldecke wächst. Der Pulli auch, die Spice Man Socken auch und die Cookie A. Socken auch. Aber sehr sehr langsam. Da die Häkeldecke inzwischen wirklich jeden Tag eine Stunde braucht.
Ich roll mich jetzt wieder zusammen.
Dienstag, 4. März 2014
Dienstag, 18. Februar 2014
Alltagsprojekte
Heute gab es Vanille-Kokos Muffins aus der aktuellen Lecker. Es riecht lecker. Jetzt muss es nur noch den beiden Jungs schmecken. Kokos ist hier nicht so angesagt. Emil bekommt morgen einen in die Frühstücksdose und sich hoffentlich freuen. Beide Männer sind ganz klar die herzhafte Variante. Mit einem Glas Gewürzgurken kann man hier wirklich Herzen gewinnen und ich habe immer welche auf Vorrat da.
Hier werden täglich 420 Maschen gehäkelt. Warum? Eigentlich hat mich Crochet-Along von schoenstricken.de auf die Idee gebracht. Emil ist nun kein Baby mehr und wir haben auch keinen Bedarf an einer kleinen Decke. Aber ich hatte eine ganze Kiste voll geschenkter Schurwolle, die für Kleidung zu rauh ist. Es kamen auch noch ein paar Reste dazu oder auch Wolle für die ich keinen Verwendungszweck sehe. Nun wird jeden Tag mindestens eine Reihe gehäkelt. Manchmal auch zwei. Ziel ist es Silvester 2014 eine fertige Decke für unser Bett zu haben. Ich habe Faxe gefragt, ob er die Decke gut findet. Antwort: "Ich würde keine kaufen, aber wenn du die machst, dann ist das süß." Also genehmigt.
Bei Depressionen sind Aufgaben wichtig. Zum Einen um seinen Tag zu strukturieren und auch zu sehen, dass etwas passiert. Das tägliche Häkeln ( ich habe hier auch schon nachts nach einer Familienfeier gehäkelt, eben weil es täglich ist) sorgt für eine gezwungene Pause, da ich dazu tendiere völlig kopfgesteuert durch die Bude zu rennen. Meistens höre ich dazu Podcast oder Hörbuch.
Andere Rituale sind morgens schminken und abends abschminken.Mich beruhigt tagsüber präsentabel auszusehen und ich bringe morgens auch Emil in den Kindergarten. Abends entspannt mich das abschminken,. da es für meine innere Uhrabschalten heißt.
Immer gekochten Tee in der Küche stehen zu haben. Ich trinke selten Saft. Keine Brause , ausser Cola, wenn ich aushäusig esse. Und ich trinke ca. 4 Liter Tee. Und unterwegs habe ich auch immer eine Flasche Tee mit.
Jeden Tag wird etwas aussortiert und weggeworfen oder verschenkt. Das befreit mich. Lange Zeit habe ich Dinge gekauft, weil ich sie schön fand oder sie mich glücklich gemacht haben. Inzwischen finde ich vieles nicht mehr schön und glücklich macht es mich auch nicht unbedingt. Und inzwischen kommt es oft vor, das Dinge einfach passen. Zum Beispiel: In unserer Abstellkammer steht seit ca. 1 Jahr ein DVD Player ungenutzt. Wir haben glaube ich jetzt eine 3D irgendwas ( ich habe trotzdem noch keinen 3D Film gesehen, da wir dazu Shutter Brillen benötigen. Und ich das nun nicht so forciere. Nun hängt gestern im Kindergarten ein Zettel in Emils Gruppe: "Dornröschen Vidoe gesucht". Ich frage die Erzieherin, ob das Video ernstgemeint ist. Ja, sie haben keinen DVD Player. Hmmm... . Ich rufe zu Hause den Mann an und frage, ob das Ding in den Kindergarten darf. Ja, darf es. Gut. In der Kita angerufen und gebeten, dass der Zettel in DVD abgeändert wird. Heute morgen haben Emil und ich den DVD Player in die Kita geschafft. Seine Erzieherin hat dreimal gefragt, wann sie den DVD-Player zurückgeben muss. Als sie dann wirklich verstanden hat und Emil auch beteuert hat: "Gudru, wir haben doch einen!", war sie sehr glücklich und wir haben einmal Kram weniger. So geht es eben auch.
Hier werden täglich 420 Maschen gehäkelt. Warum? Eigentlich hat mich Crochet-Along von schoenstricken.de auf die Idee gebracht. Emil ist nun kein Baby mehr und wir haben auch keinen Bedarf an einer kleinen Decke. Aber ich hatte eine ganze Kiste voll geschenkter Schurwolle, die für Kleidung zu rauh ist. Es kamen auch noch ein paar Reste dazu oder auch Wolle für die ich keinen Verwendungszweck sehe. Nun wird jeden Tag mindestens eine Reihe gehäkelt. Manchmal auch zwei. Ziel ist es Silvester 2014 eine fertige Decke für unser Bett zu haben. Ich habe Faxe gefragt, ob er die Decke gut findet. Antwort: "Ich würde keine kaufen, aber wenn du die machst, dann ist das süß." Also genehmigt.
Bei Depressionen sind Aufgaben wichtig. Zum Einen um seinen Tag zu strukturieren und auch zu sehen, dass etwas passiert. Das tägliche Häkeln ( ich habe hier auch schon nachts nach einer Familienfeier gehäkelt, eben weil es täglich ist) sorgt für eine gezwungene Pause, da ich dazu tendiere völlig kopfgesteuert durch die Bude zu rennen. Meistens höre ich dazu Podcast oder Hörbuch.
Andere Rituale sind morgens schminken und abends abschminken.Mich beruhigt tagsüber präsentabel auszusehen und ich bringe morgens auch Emil in den Kindergarten. Abends entspannt mich das abschminken,. da es für meine innere Uhrabschalten heißt.
Immer gekochten Tee in der Küche stehen zu haben. Ich trinke selten Saft. Keine Brause , ausser Cola, wenn ich aushäusig esse. Und ich trinke ca. 4 Liter Tee. Und unterwegs habe ich auch immer eine Flasche Tee mit.
Jeden Tag wird etwas aussortiert und weggeworfen oder verschenkt. Das befreit mich. Lange Zeit habe ich Dinge gekauft, weil ich sie schön fand oder sie mich glücklich gemacht haben. Inzwischen finde ich vieles nicht mehr schön und glücklich macht es mich auch nicht unbedingt. Und inzwischen kommt es oft vor, das Dinge einfach passen. Zum Beispiel: In unserer Abstellkammer steht seit ca. 1 Jahr ein DVD Player ungenutzt. Wir haben glaube ich jetzt eine 3D irgendwas ( ich habe trotzdem noch keinen 3D Film gesehen, da wir dazu Shutter Brillen benötigen. Und ich das nun nicht so forciere. Nun hängt gestern im Kindergarten ein Zettel in Emils Gruppe: "Dornröschen Vidoe gesucht". Ich frage die Erzieherin, ob das Video ernstgemeint ist. Ja, sie haben keinen DVD Player. Hmmm... . Ich rufe zu Hause den Mann an und frage, ob das Ding in den Kindergarten darf. Ja, darf es. Gut. In der Kita angerufen und gebeten, dass der Zettel in DVD abgeändert wird. Heute morgen haben Emil und ich den DVD Player in die Kita geschafft. Seine Erzieherin hat dreimal gefragt, wann sie den DVD-Player zurückgeben muss. Als sie dann wirklich verstanden hat und Emil auch beteuert hat: "Gudru, wir haben doch einen!", war sie sehr glücklich und wir haben einmal Kram weniger. So geht es eben auch.
Mittwoch, 5. Februar 2014
WMDEDGT? Februar 2014
0:10 Uhr "Notfall" Geschnatter aus dem Kinderzimmer - Emil hat wahrscheinlich geträumt er ist ein Feuerwehrmann. Er kommt ohne Deccke und Kissen rübergeschlunzt und wir teilen uns Kopfkissen und Decken. Gut für mich - ich schlafe mit zwei Decken.
6:15 Uhr " Wo ist Papa? Darf ich aufstehen?" Emil entschwindet Richtung Sofa und Papa. Ich entschwinde ins Badezimmer um die Restaurationsarbeiten zu beginnen. Der Grundsatz "Ich mache meine Kosmetika alle alle, hatte heute einen Höhepunkt. Eine getönte Tagescreme und ein Deo sind alle. Sehr gut. Gibt nur noch siebenundzwölfzig. Anziehen und nebenbei das Bett abziehen. Emil anziehen. Schilddrüsentablette nehmen. Sachen für den Kindergarten zusammensuchen. Waschmaschine anmachen. Halbe Stunde rum? Kaffeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee ... Gucken ob der Faxe angezogen ist. Seit seiner Weisheitszahn-OP mit allen Komplikationen die es so gibt, ist unser Ausnahmezustand ein Dauerzustand.
7:15 Uhr alle sind angezogen. Alles eingepackt. Ich kratze das Auto frei, während die Jungs sich ins Auto setzen.
7:30 Uhr Abgeben im Kindergarten und alles an die richtigen Orte verteilen. Ab ins Auto und ins Krankenhaus.
8:00 Uhr Faxe wird mal wieder in den Mund geschaut. ;-) Guten Artikel über Barbara Schöneberger in einem alten Stern gelesen.
8:45 Uhr Rücktour Frauenarzt. Rezept abholen. Kurzer Schnack mit Sprechstundenhelfer. Faxe bleibt im Auto und putzt monkmäßig die Frontscheibe. Er hasst verschmierte Scheiben. Und nachdem er mir heute erklärt hat, er findet meinem Umgang mit dem Auto abenteuermäßig, kann er wahrscheinlich laufen.
9:05 Uhr Stop am Bäcker. Faxe will unbedingt im Penny sich Sonderangebote angucken. Er sieht aus wie nach einem Schlaganfall und kann nicht richtig stehen und laufen. Aber das geht immer.
9:45 Uhr Ankommen zu Hause. Schnell Frühstück für mich. Tee für Faxe. Küche aufräumen. Wäsche, Wäsche, Wäsche.
10:30 Uhr Antrag zur Teilhabe am Arbeitsleben ausgedruckt und einen Plan machen, wie das jetzt so werden soll. Papierkram und sinnloses Internetgesurfe nach Framilonband. Mittagessen Nudeln und Restpesto Rosso
12:30 Uhr Mittagschlaf in Emils Bett. Im Schlafzimmer läuft der Trockner und auf dem Sofa liegt Faxe.
15:00 Uhr schneller Kaffee und Abfahrt zur Kita
16:00 Uhr Parkplatz gefunden und Kind mit Erdbeereis bestochen. Hausschuhe gekauft und nicht auf den Merchandise reingefallen, da Emil mit Papa in der Herrenschuhabteilung sitzen durfte. Nach Gebrülle hat er jetzt eine blinkende Polizeikelle. SD Karte gekauft und gelbe Tulpen für die Schwiegermama. Abstecher zu Schwiegereltern. Und Begutachtung der Beiden an ihrem Kind und toben mit dem Enkel.
18:00 Uhr Stulle mit Grünzeug / Sandmann / Puzzlen auf dem Topf / Zähneputzen / Vorlesen / Bibi Blocksberg
20:00 Uhr aufs Sofa fallen und Greys Anatomy gucken
Mehr davon bei Frau Brüllen
6:15 Uhr " Wo ist Papa? Darf ich aufstehen?" Emil entschwindet Richtung Sofa und Papa. Ich entschwinde ins Badezimmer um die Restaurationsarbeiten zu beginnen. Der Grundsatz "Ich mache meine Kosmetika alle alle, hatte heute einen Höhepunkt. Eine getönte Tagescreme und ein Deo sind alle. Sehr gut. Gibt nur noch siebenundzwölfzig. Anziehen und nebenbei das Bett abziehen. Emil anziehen. Schilddrüsentablette nehmen. Sachen für den Kindergarten zusammensuchen. Waschmaschine anmachen. Halbe Stunde rum? Kaffeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee ... Gucken ob der Faxe angezogen ist. Seit seiner Weisheitszahn-OP mit allen Komplikationen die es so gibt, ist unser Ausnahmezustand ein Dauerzustand.
7:15 Uhr alle sind angezogen. Alles eingepackt. Ich kratze das Auto frei, während die Jungs sich ins Auto setzen.
7:30 Uhr Abgeben im Kindergarten und alles an die richtigen Orte verteilen. Ab ins Auto und ins Krankenhaus.
8:00 Uhr Faxe wird mal wieder in den Mund geschaut. ;-) Guten Artikel über Barbara Schöneberger in einem alten Stern gelesen.
8:45 Uhr Rücktour Frauenarzt. Rezept abholen. Kurzer Schnack mit Sprechstundenhelfer. Faxe bleibt im Auto und putzt monkmäßig die Frontscheibe. Er hasst verschmierte Scheiben. Und nachdem er mir heute erklärt hat, er findet meinem Umgang mit dem Auto abenteuermäßig, kann er wahrscheinlich laufen.
9:05 Uhr Stop am Bäcker. Faxe will unbedingt im Penny sich Sonderangebote angucken. Er sieht aus wie nach einem Schlaganfall und kann nicht richtig stehen und laufen. Aber das geht immer.
9:45 Uhr Ankommen zu Hause. Schnell Frühstück für mich. Tee für Faxe. Küche aufräumen. Wäsche, Wäsche, Wäsche.
10:30 Uhr Antrag zur Teilhabe am Arbeitsleben ausgedruckt und einen Plan machen, wie das jetzt so werden soll. Papierkram und sinnloses Internetgesurfe nach Framilonband. Mittagessen Nudeln und Restpesto Rosso
12:30 Uhr Mittagschlaf in Emils Bett. Im Schlafzimmer läuft der Trockner und auf dem Sofa liegt Faxe.
15:00 Uhr schneller Kaffee und Abfahrt zur Kita
16:00 Uhr Parkplatz gefunden und Kind mit Erdbeereis bestochen. Hausschuhe gekauft und nicht auf den Merchandise reingefallen, da Emil mit Papa in der Herrenschuhabteilung sitzen durfte. Nach Gebrülle hat er jetzt eine blinkende Polizeikelle. SD Karte gekauft und gelbe Tulpen für die Schwiegermama. Abstecher zu Schwiegereltern. Und Begutachtung der Beiden an ihrem Kind und toben mit dem Enkel.
18:00 Uhr Stulle mit Grünzeug / Sandmann / Puzzlen auf dem Topf / Zähneputzen / Vorlesen / Bibi Blocksberg
20:00 Uhr aufs Sofa fallen und Greys Anatomy gucken
Mehr davon bei Frau Brüllen
Montag, 27. Januar 2014
ToDo Listen
Ich habe lange gedacht eine ToDo List e im Kopf reicht aus. Dank der Krankheit geht das nicht mehr. Ich vergesse es schlichtweg oder mir schwirrt der Gedanke so lange im Kopf herum, dass ich irre werde.
Also gibt es eine ToDo Liste im Terminkalender. Da wird abgestrichen und sich gefreut. Und es gibt eine ToDo Liste für den Lieblingsmann. Das funktioniert auch sehr gut. Denn was ich aufegschrieben habe, kann ich aus dem Kopf schieben.
Und dann gibt es eine ToDo Liste, die sich täglich wiederholt.
Also gibt es eine ToDo Liste im Terminkalender. Da wird abgestrichen und sich gefreut. Und es gibt eine ToDo Liste für den Lieblingsmann. Das funktioniert auch sehr gut. Denn was ich aufegschrieben habe, kann ich aus dem Kopf schieben.
Und dann gibt es eine ToDo Liste, die sich täglich wiederholt.
- 1 Maschine Wäsche waschen - ja, wir haben zu dritt soviel Wäsche ;-)
- Müll mitnehmen - dazu haben hier auch die Papierkörbe Tüten
- 1 Reihe an der Decke häkeln - möglichst tagsüber
- nicht ungeschminkt aus dem Haus gehen
- morgens meine Tabletten nehmen
- Wäsche gleich wegräumen
- abends stricken
- mindestens 30 Minuten lesen
- es wird erst eine Sache aufgebraucht und dann eine neue angebrochen - lange habe ich alles nach Lust und Laune benutzt gerade Kosmetika. Meine Haut spielte verrückt und ich hatte zuviele Tiegelchen und Tübchen. Nun brauche ich alles auf und dann kaufe ich mir richtig schöne Tiegelchen und Tübchen.
Freitag, 24. Januar 2014
ins Leben zurückfinden
manchmal muss man im Leben demütig werden und feststellen, dass man nicht urteilen und nicht richten darf.
Bevor Emil in meinem Bauch gewohnt hat, war ich jemand der Eiswürfel pinkeln konnte, wenn es mal sein musste. Ich dachte, dass ich unverwundbar bin und nur andere schwach sind.
Dann wurde ich schwanger. Emil drohte zu früh auf die Welt zu kommen. Ich war verwundbar. Auf einmal dreht sich die Welt zu schnell und gleichzeitig zu langsam. Wir überstanden es und Emil kam auf die Welt und war keine Frühgeburt. Meine Elternzeit mit Emil war geprägt von Selbstzweifeln, Müdigkeit und Unsicherheit. Nach 10 Monaten ging ich wieder arbeiten. Ich spürte das Supermama-Syndrom. Alles geht irgendwie und nachts bastelt man noch einen Lampion.
Inzwischen ist Emil dreieinhalb Jahre alt. Ich habe eine Odysee mit Ärzten hinter mir und mein Tal ist hoffentlich durchschritten. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass ich in der Schwangerschaft das Hashimoto-Thyreoiditis bekommen habe. Hat keiner erkannt. Inzwischen nehme ich morgens eine winzige Tablette und das wird. Parallel dazu habe ich über die Jahre eine schwere Depression entwickelt. Nichts ging mehr. Von heute auf morgen. Der einzige Termin am Tag war Emil in den Kindergarten bringen. Mehr ging nicht. Das Atmen fällt schwer. Einen Tee kochen fällt schwer. Reden fällt schwer. Denken fällt schwer. Inzwischen nehme ich seit zwei Wochen Tabletten und kämpfe mit den Nebenwirkungen. Das wird aber. Zudem mache ich eine Therapie. Der Weg einen Therapeuten zu finden war lang und schwer. Auch seiner Umgebung zu erklären, dass es jetzt eben nicht geht. Und das wichtigste ist gesund zu werden und für die Männer da zu sein, das hat Zeit gebraucht.
Lange Rede kurzer Sinn. Jeden kann es erwischen und man sollte psyschische Krankheiten nicht auf die leichte Schulter nehmen.
Bevor Emil in meinem Bauch gewohnt hat, war ich jemand der Eiswürfel pinkeln konnte, wenn es mal sein musste. Ich dachte, dass ich unverwundbar bin und nur andere schwach sind.
Dann wurde ich schwanger. Emil drohte zu früh auf die Welt zu kommen. Ich war verwundbar. Auf einmal dreht sich die Welt zu schnell und gleichzeitig zu langsam. Wir überstanden es und Emil kam auf die Welt und war keine Frühgeburt. Meine Elternzeit mit Emil war geprägt von Selbstzweifeln, Müdigkeit und Unsicherheit. Nach 10 Monaten ging ich wieder arbeiten. Ich spürte das Supermama-Syndrom. Alles geht irgendwie und nachts bastelt man noch einen Lampion.
Inzwischen ist Emil dreieinhalb Jahre alt. Ich habe eine Odysee mit Ärzten hinter mir und mein Tal ist hoffentlich durchschritten. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass ich in der Schwangerschaft das Hashimoto-Thyreoiditis bekommen habe. Hat keiner erkannt. Inzwischen nehme ich morgens eine winzige Tablette und das wird. Parallel dazu habe ich über die Jahre eine schwere Depression entwickelt. Nichts ging mehr. Von heute auf morgen. Der einzige Termin am Tag war Emil in den Kindergarten bringen. Mehr ging nicht. Das Atmen fällt schwer. Einen Tee kochen fällt schwer. Reden fällt schwer. Denken fällt schwer. Inzwischen nehme ich seit zwei Wochen Tabletten und kämpfe mit den Nebenwirkungen. Das wird aber. Zudem mache ich eine Therapie. Der Weg einen Therapeuten zu finden war lang und schwer. Auch seiner Umgebung zu erklären, dass es jetzt eben nicht geht. Und das wichtigste ist gesund zu werden und für die Männer da zu sein, das hat Zeit gebraucht.
Lange Rede kurzer Sinn. Jeden kann es erwischen und man sollte psyschische Krankheiten nicht auf die leichte Schulter nehmen.
Montag, 6. Januar 2014
Heute morgen fing unser Morgen dank guter Vorbereitung sehr gut an. Gestern Emils Kleidung rausgesucht und Emil mit dem hässlichen Feuerwehrshirt bestochen. Nach anziehen, Milch und einem schnellen Tee für mich, gemeinsames Fenster am Auto trocknen ging es in den Kindergarten. Zum Glück war die Lieblingserzieherin da und Emil startete nach zweimal Doppelknutschen in den Tag mit Aussicht auf Fahrrad Stadler am Nachmittag.
Merke: der Edeka gegenüber der Berufsschule ist halb acht beängstigend voll. Danach lief dann wieder brav die Waschmaschine und nochmal die Waschmaschine und sie wird noch zweimal laufen. :-( Das Hähnchenragout ist fertig, Termine für Autowerkstatt sind gemacht, Handykündigungen geschrieben und das 52 Wochen Projekt ist ausgedruckt. Wenn ich es jetzt noch schaffe zwei Kissenhüllen zu nähen, dann bin ich für meine Verhältnisse Supermommy. Und nun wartet heute abend noch ein Gespräch über die Urlaubsplanung im März. Nachdem die Schließtage schon mal verteilt worden sind. *hüstel*
Noch 20 Reihen Ärmel....
Merke: der Edeka gegenüber der Berufsschule ist halb acht beängstigend voll. Danach lief dann wieder brav die Waschmaschine und nochmal die Waschmaschine und sie wird noch zweimal laufen. :-( Das Hähnchenragout ist fertig, Termine für Autowerkstatt sind gemacht, Handykündigungen geschrieben und das 52 Wochen Projekt ist ausgedruckt. Wenn ich es jetzt noch schaffe zwei Kissenhüllen zu nähen, dann bin ich für meine Verhältnisse Supermommy. Und nun wartet heute abend noch ein Gespräch über die Urlaubsplanung im März. Nachdem die Schließtage schon mal verteilt worden sind. *hüstel*
Noch 20 Reihen Ärmel....
Sonntag, 5. Januar 2014
2014
So ich versuche das nun noch mal mit dem Bloggen. Wenn das nichts wird, dann ist das eben so. ;-)
Erkenntnis des Tages - es ist gut, wenn Urlaub auch wieder vorbei ist. Emil durfte nun drei Wochen am Stück den fast vollen Elternsupport geniessen und hat das auch reichlich getan. Ist ja auch sein gutes Recht. Es war total schön.
Strickstatistik: nachdem der Pullover ein Jahr *hüstel* in der Ecke gelegen ist, werde ich bis morgen den zweiten Ärmel fertigstricken und dann den Rollkragen anfangen. Es lohnt sich auch das Strickzeug für die Hexipuffs mitzuschleppen.
Erkenntnis des Tages - es ist gut, wenn Urlaub auch wieder vorbei ist. Emil durfte nun drei Wochen am Stück den fast vollen Elternsupport geniessen und hat das auch reichlich getan. Ist ja auch sein gutes Recht. Es war total schön.
- Der Weihnachtsmann erzählt vom bösen Kumpel im Kindergarten und dem Kind fällt alles aus dem Gesicht.
- Weihnachtsgedichte aufsagen und Lieder singen und erfinden.
- Abends alleine und ohne Geräusche das Bett wechseln, weil bei Mama und Papa schöner ist.
- Im Schlaf klatschen und um Ruhe bitten.
- Puzzlen ist das coolste überhaupt.
- Echte Männer weinen nicht beim Haare waschen.
- Ich will stricken lernen.
- Steakhousebesuch in entspannt.
- Silvester: Emil muss ins Bett, er sammelt die Partyhüte ein und erklärt dei Party für beendet.
- Bei Papa vorne auf dem Rad mitfahren und solange diskutieren bis jetzt aus drei Quellen Mama`s Rad nachgerüstet wird.
Strickstatistik: nachdem der Pullover ein Jahr *hüstel* in der Ecke gelegen ist, werde ich bis morgen den zweiten Ärmel fertigstricken und dann den Rollkragen anfangen. Es lohnt sich auch das Strickzeug für die Hexipuffs mitzuschleppen.
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